Von Kerstin Arenz
Ein Traum, ein Team – und jede Menge Zusammenhalt: Schon zu Beginn der Wintersaison 2025/26 stand für unsere Waldtruderingerin Nóra Tubak fest, dass sie als Juniorin bei den Finals in Hannover starten möchte, doch im eigenen Verein fehlte ein passender Mixed-Partner.
Gemeinsam mit den Bezirks- und ihren Vereinstrainern wurde deshalb vereinsübergreifend nach einer Lösung gesucht. Schnell war mit Julian Marr (Tassiloschützen Aschheim) ein motivierter Junior gefunden. Statt für einen der beiden Vereine anzutreten, entstand eine neue Idee: Warum nicht unter dem Schützengau München-Ost-Land starten? So können auch Jugendliche und Junioren kleinerer Vereine an Teammeisterschaften teilnehmen – ohne Vereinsgrenzen.
Die Starterlaubnis war geschafft, das Training lief – bis der Rückschlag kam: Nóra verletzte sich schwer an der Zughand und musste schließlich operiert werden. An Aufgeben dachte trotzdem niemand, auch Nóra überlegte fieberhaft wer für sie einspringen könnte. Dank des starken Netzwerks im Gau sprang kurzfristig Christiane Schatta ein, selbst Trainerin und erfahrene Schützin. Für sie war sofort klar: Die Jugend geht vor.
Bei den Finals traf das neue Mixed-Team auf die deutsche Spitze mit Olympiateilnehmern wie Kathi Bauer, Moritz Wieser, Michelle Kroppen und Florian Unruh. Julian und Christiane zeigten eine starke Leistung und belegten Rang 22 – ein Platz im Mittelfeld eines hochkarätigen Teilnehmerfeldes auf den beiden stolz sein können.
Auch Nóra reiste trotz ihrer Verletzung nach Hannover, um das Team und viele bekannte Schützen anzufeuern. Ihr Traum vom Start musste zwar warten, doch die Geschichte zeigt: Wenn Vereine und ein Gau zusammenarbeiten, entstehen Chancen, die allein kaum möglich wären.
Ein herzliches Dankeschön gilt Renate Seethaler und allen Beteiligten, die diese besondere Lösung möglich gemacht haben. Ein Beispiel dafür, wie Teamgeist und Zusammenarbeit den Nachwuchssport nachhaltig stärken können.